Auszug aus einem Interview vom 03. Dezember 1984. Inhalt:
0:00 â 3:28: Erlebnisse KZ-Lager Kaufering III.
3:30 – 4:55: KZ-Lager Kaufering I.
4:57 – 8:17 KZ-Lager Kaufering IV.
8:20 â 14:40: RĂ€umung Lager IV ĂŒber Lager I und Fliegerangriff Schwabhausen.


Thomas (Tamås) Mendel wurde am 27. Oktober 1929 in Szasregen in RumÀnien geboren.
Nach der Okkupation durch die deutschen Truppen kommt er zusammen mit seiner Familie in das Ghetto und wurde im Mai 1944 nach Auschwitz deportiert. Am 18. Juni 1944 traf er im KZ-Lager Kaufering III ein. Dort erhÀlt er die HÀftlingsnummer 72.048, wird nach einigen Wochen in das KZ-Lager Kaufering I verlegt und arbeitet auf der Bunkerbaustelle Weingut II bei der Firma Moll. Danach wird er zur Zwangsarbeit bei der Firma Riepl bei Gleisbauarbeiten eingesetzt.
Anfang April 1945 verlegt man ihn wegen einer Verletzung am FuĂ in das Krankenlager Kaufering IV. Dort leert er die Latrinen und hat im Totenkommando die Leichen in den MassengrĂ€bern zu begraben. In den Wirren der Auflösung der Konzentrationslager Ende April 1945 gerĂ€t er in einen Tieffliegerangriff bei Schwabhausen, den er ĂŒberlebt.
Nach der Befreiung lebt er einige Zeit den den DP-Lagern in St. Ottilien und Feldafing, bevor er nach RumĂ€nien geht und in der Stadt TĂąrgu MureÈ (RumĂ€nien) seinen Lebensabend verbringt.

© 2016 Manfred Deiler; Alle Rechte der Verbreitung durch Film, Funk und Fernsehen, fotomechanische Wiedergabe, TontrĂ€ger aller Art, auszugsweisen Nachdruck oder Einspeicherung und RĂŒckgewinnung in Datenverarbeitungsanlagen aller Art, sind vorbehalten.